Entity Model Features, kurz EMF, ist ein Mod für Minecraft, die für einige Texture Packs benötigt wird. Texture Packs können damit nicht nur die Farben und Texturen von Kreaturen verändern, sondern deren komplette Form und Bewegungsabläufe. Wer also ein Texture Pack nutzt, das Kreaturen wie Skelette, Dorfbewohner oder Creeper anders aussehen oder sich anders bewegen lässt, braucht dafür EMF. Ohne diese Modifikation würden genau diese Veränderungen im Spiel einfach nicht sichtbar sein, egal welches Texture Pack installiert ist.
Was uns beim Testen aufgefallen ist: Praktisch alle Texture Packs, die noch aktiv weiterentwickelt werden, sind mittlerweile von OptiFine auf EMF umgestiegen. Der Hauptgrund ist recht simpel, wenn man das Ganze genauer betrachtet. OptiFine, das lange Zeit die einzige Möglichkeit war, solche coolen Features für Kreaturen überhaupt nutzen zu können, wird einfach nicht mehr zeitgemäß weiterentwickelt. In den letzten Jahren hat man nach einem neuen Minecraft-Update teilweise monatelang auf eine funktionierende OptiFine Version gewartet. In dieser Zeit liefen die meisten Texture Packs, die auf diese Funktion angewiesen sind, schlicht nicht richtig. Entity Model Features wird dagegen deutlich schneller aktualisiert, sodass Texture Packs in der Regel direkt nach einem neuen Update funktionieren.
Dazu kommt, dass OptiFine nur mit dem Mod-Loader Forge funktioniert. Forge ist aber längst nicht mehr das, was die meisten Spieler heute nutzen. Fabric und NeoForge haben Forge in den letzten Jahren als Standard weitgehend abgelöst, und viele beliebte aktuelle Mods erscheinen gar nicht mehr für Forge oder deutlich später. Das bedeutet: Wer OptiFine nutzt und gleichzeitig andere Mods spielen will, sitzt schnell in einer Sackgasse. EMF läuft hingegen auf allen relevanten Mod-Loadern, also auf Fabric, NeoForge, Forge und Quilt, und ist außerdem vollständig kompatibel mit Mods wie Iris Shaders und Sodium, die mit OptiFine grundsätzlich nicht zusammenlaufen.
Was EMF im Einzelnen unterstützt: Zunächst die Kernfunktion, nämlich individuelle 3D-Modelle für alle Kreaturen im Spiel. Das bedeutet, dass ein Texture Pack einer Kreatur längere Beine, einen anderen Körperbau oder komplett neue Körperteile geben kann. Zusätzlich können auch die Animationen dieser Kreaturen verändert werden, also wie sie laufen, sich umschauen oder auf den Spieler reagieren. Packs wie Fresh Animations nutzen genau das, um Kreaturen deutlich lebendiger wirken zu lassen als im Vanilla-Spiel.
Auch das eigene Spielermodell lässt sich mit EMF vollständig anpassen. Ein Texture Pack kann also nicht nur den Skin des Spielers verändern, sondern auch dessen Form und Bewegung. Das gilt für das normale Spielermodell genauso wie für das schlanke Modell und sogar für den Umhang. Wer einen Umhang hat und ein entsprechendes Texture Pack nutzt, kann auch dessen Bewegungsverhalten komplett neu definieren. Ein tolles Beispiel hier sind Fresh Moves und das Player Extensions Add-on von Fresh Animations, weil beide Packs neue Animationen für Skins hinzufügen.
Ein Feature, das EMF gegenüber OptiFine exklusiv bietet: Rüstungen können eigene 3D-Modelle bekommen, und zwar passend zu jeder einzelnen Kreatur. Konkret heißt das, dass ein Texture Pack zum Beispiel einem Zombie in voller Rüstung eine komplett andere Rüstungsform geben kann als einem Skelett in der gleichen Rüstung. In OptiFine ist das nicht möglich, weil dort alle Kreaturen immer dasselbe Standard-Rüstungsmodell verwenden. Darüber hinaus funktioniert das auch mit den normalen Rüstungen. Das Texture Pack Armory Conglomery nutzt das Feature für richtig schöne 3D-Rüstungen, die auch regelmäßig bei YouTube und TikTok viral gehen.
Für Texture Pack Ersteller bietet die Entity Model Features Mod darüber hinaus deutlich mehr Kontrolle über Animationen als OptiFine. Es gibt zusätzliche Variablen, die zum Beispiel erkennen, ob eine Kreatur gerade klettert, einen Schild hält, sich im Wasser befindet oder wie weit sie vom Spieler entfernt ist. Auf Basis dieser Informationen können Animationen gezielt angepasst werden, was zu deutlich flüssigeren und realistischeren Bewegungsabläufen führt, die man als Spieler direkt sieht, ohne etwas von der Technik dahinter wissen zu müssen.
Ein kleiner Unterschied zu OptiFine, den man kennen sollte: EMF unterstützt keine sogenannten Sprites in Kreatur-Modellen. Sprites sind zweidimensionale Bildflächen, die in einem 3D-Modell platziert werden können, zum Beispiel als Effekte oder Details. Das klingt speziell, weil es das auch ist. Die allermeisten Texture Packs nutzen diese Funktion nicht, und für den normalen Spieler macht das keinen Unterschied. Aber wer sehr spezifische Packs nutzt, die genau auf dieses Feature angewiesen sind, sollte das wissen.
Für die Installation wird neben EMF auch die Entity Texture Features (ETF) Mod benötigt, die ebenfalls vom selben Entwickler stammt. ETF kümmert sich um die Texturvariationen der Kreaturen, also welche Kreatur welchen Skin bekommt, während EMF die Modelle und Animationen übernimmt. Beide Mods sind füreinander gemacht und EMF funktioniert nur gemeinsam vollständig.
Entity Model Features wurde erstmals am 02. April 2023 veröffentlicht und ist mit diesen Minecraft Versionen spielbar: 26.1.2 - 26.1.1 - 26.1 - 1.21.11 - 1.21.10 - 1.21.9 - 1.21.8 - 1.21.7 - 1.21.6 - 1.21.5 - 1.21.4 - 1.21.3 - 1.21.2 - 1.21.1 - 1.21 - 1.20.6 - 1.20.5 - 1.20.4 - 1.20.3 - 1.20.2 - 1.20.1 - 1.20 - 1.19.4 - 1.19.3 - 1.19.2 - 1.19.1 - 1.19 - 1.18.2 - 1.18.1 - 1.18 - 1.17.1 - 1.17 - 1.16.5
Screenshots
Die Screenshots zeigen Fresh Animations mit den Mods Entity Model Features, Entity Texture Features und BSL Shader. Das Schwein hat jetzt Schlappohren, der Plünderer eine andere Körperhaltung und Mimik und die Kuh hat andere Ohren. Alle drei haben auch neue Animationen und sind Teil von Fresh Animations.



Wie installiert man die Entity Model Features Mod?
Hier ist eine einfache Anleitung für die Minecraft Java Edition, wie man die Entity Model Features Mod mit Fabric installiert.
- Bevor du mit der Installation startest, musst du Java auf deinem PC installieren. Ohne Java funktionieren deine Minecraft Mods nicht.
- Downloade die Entity Model Features Mod für Minecraft aus dem Downloadbereich weiter unten.
- Installiere Fabric Loader und Fabric API. Achte darauf, eine Fabric-Version herunterzuladen, die mit der heruntergeladenen Mod-Version kompatibel ist. Beide Dateien müssen für die gleiche Minecraft-Version sein.
- Nach dem Download öffnest du den Fabric-Installationsassistenten. Alles sollte korrekt eingestellt sein, aber überprüfe, ob alles richtig aussieht. Klicke dann auf „OK“, um den Fabric-Loader zu installieren.
- Öffne den Minecraft Launcher und gehe oben auf die Registerkarte „Installationen“. Stelle sicher, dass das Kästchen „Modded“ angehakt ist.
- Suche die Minecraft-Installation, die im Namen „Fabric“ hat, und halte deine Maus darüber. Klicke anschließend auf das Ordnersymbol, das rechts erscheint.
- Ein neues Fenster öffnet sich. Suche nach einem Ordner namens „mods“. Wenn du keinen siehst, erstelle einen neuen Ordner und nenne ihn „mods“.
- Kopiere die Entity Model Features Mod .jar Datei(en), die du zuvor heruntergeladen hast, und füge sie in diesen Ordner ein (.minecraft\mods).
- Kehre zum Minecraft Launcher zurück, wähle dein Fabric-Profil aus und klicke auf „Spielen“. Deine neue Mod sollte jetzt installiert und einsatzbereit sein!
Wichtig: Damit wirklich alles reibungslos funktioniert, empfehlen wir dir zusätzlich noch Entity Texture Features (ETF) zu installieren. Optional kannst du auch noch Entity Culling installieren, weil es die Performance mit EMF verbessert.
Wir haben für diese Anleitung Fabric verwendet, weil wir es für den besten Mod-Loader halten. Die Entity Texture Features Mod lässt sich aber genauso mit NeoForge, Quilt oder Forge installieren.
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NeoForge (Java Edition):
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Forge (Java Edition):
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